Sonntag, 5. März 2017

Mundhygiene für Kinder und Erwachsene


Zähne putzen finden unsere Kinder richtig cool, und dafür gibt es zwei Gründe: Wir benutzen mittlerweile Holzzahnbürsten, und darauf geben wir unsere selbstgemischte "Zuckerzahnpasta". Wenn wir kleine Übernachtungsgäste zu Besuch haben, ist die Überraschung jedes Mal groß.

Die Zahnbürsten sind eigentlich aus Bambus, die Borsten aus Nylon. Entsorgt werden sie, genauso wie die Plastikzahnbürsten, nach drei Monaten, wobei der Kopf abgebrochen wird und im Restmüll landet. Der Stiel kann kompostiert werden, allerdings nicht im Gartenkompost (außer man schreddert ihn), sondern in der Kompostieranlage. Verkauft werden diese Zahnbürsten sowohl über das Internet, als auch in Unverpackt-Geschäften. Es gibt sie in zwei Größen (Kinder, Erwachsene) und verschiedenen Härtegraden.
Für die selbstgemachte Zahnpasta haben wir ein Erwachsenen- und ein Kinderrezept:

Kinderzahnpasta
1 EL Kokosöl
1 EL Birkenzucker (Xylit), fein gemahlen

Das Kokosöl leicht erwärmen bis es flüssig ist. Den Birkenzucker gut einrühren, in ein kleines Schraubglas umfüllen und aushärten lassen.

Erwachsenenzahnpasta
1 EL Kokosöl
1 EL Birkenzucker, fein gemahlen
10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl
3 Tropfen ätherisches Teebaumöl

Auch hier: Kokosöl leicht erwärmen bis es flüssig ist. Xylit und die ätherischen Öle gut einrühren, umfüllen, aushärten lassen.

Diese Zahnpasten sind eher hart, daher entnehmen wir sie mit einem Mini-Kindermesser, das einem kleinen Spatel ähnelt, und tragen sie auf die feuchte Zahnbürste auf.

Birkenzucker wirkt vorbeugend gegen Karies, reduziert Plaque und hat eine heilende Wirkung bei Zahnfleischerkrankungen. Da er ähnlich grob wie der übliche Kristallzucker ist, sollte er vor der Anwendung unbedingt ganz fein gemahlen werden, um eine Abreibung des Zahnschmelzes zu vermeiden.
Kokosöl und Teebaumöl wirken ebenfalls antibakteriell (ersteres speziell durch die enthaltene Laurinsäure). Pfefferminzöl verleiht ein Frischegefühl im Mund.

ACHTUNG: Da beide Zahnpasten Öle enthalten, können sie auf der Kleidung Fettflecken hinterlassen. 

Bei Zahnseide greifen wir auf ein Produkt aus Seide mit Bienenwachs zurück, das im Glasflakon erhältlich ist. Wie auch die Zahnbürsten, wird es über das Internet und in Unverpackt-Geschäften verkauft.

Kommentare:

  1. Das ist ja mal eine tolle Idee! Bei uns ist eh immer Kokosöl im Haus, das kaufen wir immer von https://www.vitaminexpress.org/de/kokosoel-bio-nativ-kokosoel und ich benutze es normalerweise zum Kochen, aber dadurch auch Zahnpasta machen ist ja wirklich genial!

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  2. Liebe Sylvia, man kann auch mit reinem Xylit/Birkenzucker (unbedingt gemahlen) putzen. Aber wir bevorzugen - vorallem wegen der Konsistenz - diese Zahnpasta. Gewöhnungsbedürftig ist, dass sie nicht schäumt, man also irgendwie keinen Widerstand beim Zähneputzen spürt. Wir haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass dadurch länger und gewissenhafter geputzt wird. Bei konventionellen Zahnpasten hat man ja nach einmal kurz Aufschäumen schon ein trügerisches Frischegefühl im Mund.
    Eine Warnung bei Kindern: Die "Zuckerzahnpasta" schmeckt sehr gut. Eines unserer Kinder hat daher bereits zum zweiten Mal das halbe Glas leergenascht. Das ist zwar nicht gesundheitsschädlich, aber ärgerlich für die Mama, die ständig Zahnpasta anrühren muss!

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  3. Vor allem für Kinder ist Mundhygiene wichtig!

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