Freitag, 24. März 2017

Müllbilanz einer Woche


Die Menge an Restmüll hat sich mit unserem Zero Waste Lebensstil stark reduziert, doch ohne Mistkübel ginge es nach wie vor nicht. Wir verwenden mittlerweile keine Müllsäcke mehr, sondern sogenannte Bio-Kompostbeutel aus dem Drogeriemarkt: Säcke aus Recycling-Papier mit einem Fassungsvermögen von schätzungsweise 15 Litern. 

Da wir nun schon lange fast keine verpackten Produkte mehr kaufen, fragten wir uns irgendwann, welcher Abfall hier überhaupt noch anfallen konnte. Bringt unser Haushalt auch Monate nach der Umstellung immer noch regelmäßig Müll hervor? Ich wollte es genau wissen, und habe mir den Wochen-Inhalt unseres Mistkübels näher angesehen. Zu Tage kamen:

  • 1 zerbrochenes Schraubglas, das unser jüngstes Kind in einem unachtsamen Moment erwischt hat.
  • 3x Butterverpackung:
    Wir machen die Butter regelmäßig selber, so auch diese Woche. Aber den gesamten Butterbedarf von ca. 1 kg pro Woche selbst zu schütteln, schaffen wir nicht.
  • 1 ausgetrockneter Filzstift:
    Es soll ja auch nachfüllbare Filzstifte geben. Die kommen allerdings erst in Frage, wenn wir alle Stifte, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, aufgebraucht haben. So wie es aussieht, kann das noch dauern.
  • 1 Stoffband einer Spieluhr
  • 4 Päckchen Milchsäurebakterien gegen hartnäckigen Babydurchfall
  • 2 Fahrkarten für die Öffis:
    Vermutlich dieselbe Druckerfarbe wie bei Kassazetteln, daher Restmüll. Gibt es bereits eine elektronische Fahrkarte, wodurch man sich das Material sparen könnte?
  • diverse Stoffreste vom Nähen
  • 1 rotes Klebeband, mit dem die überreifen Bananen im Supermarkt zusammengeklebt waren. Einerseits haben wir mit dem Klebeband unnötigen Abfall mit eingekauft, andererseits das vollreife Obst vor dem Wegwerfen bewahrt.
Nicht angeführt sind hier die Vlieseinlagen der Stoffwindeln, wobei wir nur noch die Einlagen mit dem "großen Geschäft" entsorgen. Die anderen werden mitgewaschen und können noch viele Male weiterverwendet werden.

Fazit: Einige Kleinigkeiten ließen sich tatsächlich verbessern. Aber in einem großen Haushalt finden sich auch viele Dinge, die irgendwann einfach kaputt werden und schließlich im Abfall landen. Und auf ganz weniges können und wollen wir nicht verzichten.
Das Wühlen im Mülleimer war jedenfalls sehr aufschlussreich, und ich werde es bestimmt wiederholen!


Kommentare:

  1. Wenn ich in Graz Öffi fahre, lege ich meine nichtmehr benötigte Fahrkarte zu den Verkaufsautomaten. so kann sich vielleicht noch jemand kurz freuen, einige Stationen gratis zu fahren. Ich hab auch schon so eine Karte gefunden und benutzt und mich gefreut :-D
    lg eine begeisterte Leserin!

    AntwortenLöschen
  2. Das ist ein toller Tipp, ich werde ihn demnächst umsetzen und weiterempfehlen! Danke für das nette Feedback!

    AntwortenLöschen
  3. wenn ich in graz öffentlich unterwegs bin, gibt es ca. zu 50% ein second-hand ticket. das ist wirklich sehr nett, danke :)

    AntwortenLöschen